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Mutters

Agenda

achten Band

30. Oktober 1967

Man bat mich um eine Botschaft, um sie am 21. Februar von allen Radiostationen in Indien auszustrahlen. Ich sagte: "Gut, ich werde eine geben." Aber sie wollen sie im voraus haben. Und ich sah so deutlich: Wenn ich sie jetzt gebe, wird sie zu Kalis Periode des Kampfes gehören – ich habe sehr stark den Eindruck, daß von Anfang nächsten Jahres an die Atmosphäre sich... (Geste eines Ansteigens) klären wird. Ich weiß nicht warum. So wäre es besser, bis Januar zu warten. Denn mental kann man sich immer etwas vorstellen und es dann aussprechen, aber für mich geschieht es nicht so: es kommt, oder es kommt nicht. Ein ganze Totalität von Dingen tritt ein, aber sie gehören zu einem gewissen Bewußtseinszustand, und dies ist nicht der Bewußtseinszustand des nächsten Jahres.

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(Zu Satprems Geburtstag schenkt ihm Mutter drei Karten, die alle Schiffe darstellen, dazu ein bemaltes Metalltablett, das ebenfalls ein Schiff darstellt.)

Dies (das Tablett) ist zur Unterhaltung!

(Mutter gibt ihm die Karten:) Es sind drei – eins, zwei und drei.

Alles Schiffe!... Werde ich verreisen?

Nein, nein! Im Raum reisen.

Lies sie nachher, das ist unwichtig...

(die erste Karte:)

"... Für das Erwachen des höchsten Bewußtseins und seiner Macht der Vision."

(zweite Karte:)

"... Auf daß die schönsten Träume lebendige und wahre Wirklichkeiten werden."

(Meditation)

Du hast gefragt, ob all deine Schiffe Anzeichen für eine Reise seien... Weißt du, das sind immer Symbole des Yoga, der Disziplin, der man folgt, und jeder hat sein besonderes "Transportmittel"! Bei den einen sind es Flugzeuge, bei den anderen sind es Züge, bei wieder anderen... Aber am häufigsten sind es Schiffe, und besonders die großen alten Segelschiffe. Für dich ist es sehr deutlich das Symbol für den Weg zur Verwirklichung. Jedesmal wenn im Laufe des Jahres ein Schiff kommt, lege ich es für dich zur Seite!

Komme ich voran?

Dieses Mal hat sich alles so arrangiert, als ob es... Es geschah deutlich mit Sri Aurobindos Humor (viele Karten stellen sein Porträt dar). Und zuletzt kam das Tablett. Als ich das Tablett erhielt, oh, da dachte ich: "Das ist perfekt!" (Mutter lacht)

Sri Aurobindo selbst bestand sehr darauf, denn... Um die Wahrheit zu sagen, bat ich ihn (wegen der Vision, die du haben wolltest: den Zustand der Vision), ich bat ihn, sie möge dir gegeben werden, du mögest sie erlangen, weil du sie anstrebst. Da antwortete er mir (ich schrieb auf eine der Karten, was er mir sagte): Die Vision, die du haben wirst, wird die Vision des Wahrheitsbewußtseins sein. Es ist die höchste Vision, die wahre Vision (man hat Visionen im Subtilphysischen, im Vital, viele im Mental, aber... all dies ist nicht befriedigend, man hat immer den Eindruck einer Umschreibung, die nicht sehr genau ist), doch die wahre Vision ist die Vision des Bewußtseins, des höchsten Bewußtseins. Er sagte mir, daß du genau diese haben werdest.

Das Schiff bedeutet die Entwicklung, das Mittel, zu dieser Verwirklichung zu gelangen. Alles ist so eingetreten.

Ich habe allen Grund zu hoffen, daß es in diesem Jahr geschieht. Denn es kam auf diese Weise.

Ich mache mir große Sorgen um das Buch "Der Sannyasin", das ich gerade umschreibe... Diese Schwierigkeit, die Sache REIN zu beschreiben.

(Nach einem langen Schweigen) Ich hatte schon immer den Eindruck, daß Schreiben deine Art der Sadhana ist. Nicht die Meditation, nichts dergleichen, sondern das Schreiben. Ich sehe eine Art von Verwandlung in dir, wenn du schreibst. Nicht nur etwas, das du "persönlich" nennst, "deine" Art zu schreiben oder "dein" Buch, nicht nur das: sondern auf genaueste, präziseste Weise zu formulieren, das ist deine Art, die Sadhana zu verrichten. Es ist eine Sadhana dort oben.

Das heißt, nach meiner Sicht ist der Prozeß des Ausdrückens wichtiger als das äußere Ergebnis. Es ist ein inneres Ergebnis (das sich nicht in Worten ausdrückt), das viel wichtiger ist als das äußere Resultat. Als du das Buch über Sri Aurobindo schriebst, war es völlig klar; und auch bei diesem (die erste Version des Sannyasin), und zwar in einem noch größeren Ausmaß: diese Art innerer Verwandlung war sehr viel wichtiger als das, was du geschrieben hast – aus meiner Sicht.

Es ist ein Vorgang der inneren Gestaltung deines Bewußtseins.

Was mit dem Ende geschah (die erste, von Satprem verworfene Version des Sannyasin), geschah, weil der Augenblick für die letzte Transmutation (ich weiß nicht, wie ich es erklären soll... oder Transformation – mehr als Transformation), die endgültige Transmutation noch nicht gekommen war. Er war nahe, aber lag noch an der Tangente. Es war so (Geste zweier sich einander annähernder Linien), es näherte sich an.

Genau das sah ich die ganze Zeit.

Der Ausdruck – der Ausdruck, der dir den Eindruck vermitteln wird... wo du sagen könntest: "Ja, das ist es!" wird mit dem Höhepunkt der Sadhana kommen.

Auch das ist für dieses Jahr. Es steht nahe bevor, es nähert sich, und...

Ach, ein gutes Jahr!

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