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Mutters

Agenda

neunten Band

20. November 1968

(Mutter macht einen müden Eindruck. Ihr Gesicht ist durch einen Zahnabszeß geschwollen.)

Hast du nichts Neues?

Doch, Nachrichten aus dem Vatikan.

Ach!... Erzähl, das interessiert mich.

P.L. hat Bilder von dem Mann geschickt, der Magie betrieben haben soll. Du weißt ja, dieser enge Vertraute des Papstes, sein persönlicher Mitarbeiter, der gleichzeitig Erzbischof im Staatssekretariat des Heiligen Stuhls ist. Hier das Foto!

Ach, er trägt einen so großen Hut!

(Mutter betrachtet das Bild lange)

Was hat V gesagt? 1

Er ist im Augenblick nicht da.

Kleiden sich Erzbischöfe so?

Was für eine Nationalität hat er?

Diese und diese Nationalität...

(Mutter sagt nichts)

Bruder A 2 ist eng mit dem Konsul und seiner Frau bekannt geworden... Er erzählt den Leuten Schlechtes über den Ashram.

Ich weiß nicht warum.

Der Geist dieser Leute basiert ganz auf der Maxime "Der Zweck heiligt die Mittel". Das springt einem aus dem Bild förmlich entgegen.

(Schweigen)

Es heißt, daß eine ganze katholische Schule mit Geistlichen kommt, um den Ashram zu besuchen... Von wo, weiß ich nicht. Ich glaube aus Frankreich.

Man gibt diesen Leuten alles, was man kann, und sie geben einem alles Gift zurück, das sie haben.

Ja.

Und selbst bei den besten ist es so.

Sie kommen nicht nur, um sich etwas anzusehen und etwas zu erfahren: sie kommen, um herauszufinden, was es zu kritisieren gibt – und rein äußerlich mangelt es keinesfalls an kritikwürdigen Dingen!

(Mutter tritt in eine lange Meditation ein)

Ich glaube, daß noch viel Zeit vergehen wird, bevor sich all dies ändert.

 

1 V ist derjenige, der die Vision eines Prälaten hatte, der Mantras wiederholte.

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2 Ein katholischer Mönch, der seit einem Jahr im Ashram lebt.

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