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Mutters

Agenda

zwölften Band

18. August 1971

Der Körper hat den Eindruck, daß es eine neue Lebensart gibt, die er erlernen muß, und ständig lernt er etwas hinzu. Aber es sind ganz kleine Dinge, d.h. eine Art Geheimnis muß gefunden werden, eine Haltung, die beständig sein muß, aber die bewirkt, daß die Dinge so gut sind, wie sie nur sein können.

Eine Art Gegenstück zum Mantra. Im Augenblick wiederholt der Körper das Mantra, aber er weiß, daß es... Etwas muß erlernt werden, das physisch das Mantra ersetzt.

(Mutter geht in sich)

Hast du etwas?

Was ich schwierig finde, ist die Beständigkeit – eine Beständigkeit einzurichten. Das ist sehr schwierig.

Eine Beständigkeit von was? Des Bewußtseins?

Ja.

Das Bewußtsein ist doch beständig.

Ja, aber das äußere Bewußtsein ist nicht permanent 1 . Das physische Mental kann zum Beispiel weiterhin allerlei unnütze Dinge herunterleiern.

Oh!...

Außerdem gibt mir das Mantra den Eindruck einer mentalen Auferlegung, verstehst du? Es ist nicht etwas, das vom Grunde der Körperzellen aufspringt: es ist etwas, das man auferlegt. Für eine gewisse Zeit prägt es sich ein, und es wiederholt sich – so, wie das physische Mental Blödsinn wiederholt, kann es auch das Mantra wiederholen, aber nach einer gewissen Zeit kommt wieder etwas anderes.

(Mutter verharrt schweigend)

Man hat den Eindruck, daß nichts zu machen ist, wenn nicht eine Art Besitzergreifung durch etwas anderes stattfindet – wirklich wie eine Art Besitzergreifung.

Ja, die Besitzergreifung des Göttlichen. Das ist völlig richtig.

Nur das kann.

(langes Schweigen)

In diesen Tagen (und sehr stark heute morgen) hatte ich den Eindruck: das Göttliche ist alles, aber wir sind geboren, damit jeder seine Wahl trifft und eines dieser Dinge manifestiert – eines oder mehrere... Da stellt sich die Frage der Wahl, aber dann muß man sich gänzlich hingeben und die Wahl ganz dem Göttlichen überlassen. Wir sind so geschaffen worden, und deshalb gab es all diese Unschlüssigkeit, diese Komplikationen – und es geht gerade darum, es hinzugeben... d.h. kein Verlangen, keinerlei Vorlieben zu haben, und die Wahl ganz dem Göttlichen zu überlassen.

(Mutter geht in sich)

 

1 Satprem will sagen, nicht beständig in seinem Kontakt mit dem Inneren.

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